Grillen macht einfach Spaß. Es ist unkompliziert, gesellig und weckt ungeahnte Kreativität – bei den Hobbyköchen genauso wie bei Kochmuffeln. Griff man viele Jahre nur zu Würstchen, Nackensteaks und Bauchspeck, um sie direkt über den glühenden Kohlen knusprig zu brutzeln – je krosser umso beliebter -, so kredenzen die Grillmeister heutzutage längst raffinierte Speisen aus aller Welt.

Süß-saure Hähnchenschenkel, köstliche Scampi-Spieße oder zartes Schweinefilet. Dazu reicht man neben frischen Salaten knackigen Spargel, gegrillte Pilze, Tomaten und Paprika sowie zum Abschluss vielleicht flambierte Bananen, Erdbeeren und Birnen als Dessert. Diese Entwicklung hat verschiedene Gründe. So wächst auf der einen Seite mit jedem Grillsommer die Vielfalt an Rezepten um ein Vielfaches an. Längst gruppieren sich Grillfreunde zu verschiedenen Vereinen, die bundes- und europaweit Rezepte austauschen, große Wettbewerbe veranstalten und den Griller des Jahres auszeichnen. Dabei sollte man auch nicht ausser acht lassen das eine gut gestaltete Grillschürze oder ein Grill T-Shirt ihren Spass dabei erzeugen. Aber auch die verbesserten Grillgeräte ermöglichen eine weitaus differenziertere Art und Weise der Zubereitung der Speisen auf dem Grill. Galt es lange Zeit als besonders lecker, wenn das Grillgut, zusätzlich mit Bier bespritzt, in den offenen Flammen fast verkohlte, gilt heute schonendes Grillen als die beste Methode. Man kombiniert direktes und indirektes Grillen, bei dem das Fleisch die ersten Minuten direkt über der Glut liegt, dann seitlich, wo nur noch mittlere Hitze herrscht. Könnergrillen ausschließlich unter einem Deckel, echte Freaks schwören auf Gas. Zusätzlich erleichtern nützliche Accessoires das Grillen. Mit dem Fleischthermometer wird geprüft, ob der ganze Truthahn an Thanksgiving heiß genug schmort, Hamburger wendet man mit Edelstahlspateln, und im Grillwok werden asiatische Rezepte zubereitet.